Inspiriert vom Song: Street´s of Philadelphia von Bruce Springsteen und meinen Spaziergängen durchs Viertel.
Ich arbeite gerade an einer Serie im klassischen analogem Schwarzweiß Look, ganz im Stil von der Reportage/Street Photographie aus den goldenen Zeiten der Fotografie der 1930/50 Jahre wie sie meine größten Vorbilder vorgemacht haben, Vorbilder wie zum Beispiel:
Henri Cartier-Bresson – der „entscheidende Moment“
Robert Doisneau – Poesie im Alltag
W. Eugene Smith – kompromisslose Reportage
Dorothea Lange – Würde in der KriseVielleicht kommt irgendwann die passende Ausstellung im Habibi Atelier oder bei Galerie Alles wird schön wer weiß das schon.
Aber erstmal wollte ich euch hier eine Auswahl zeigen.
Viele Grüße aus meinem Studio in den Harburger Arcaden


Ich gehe durch diese Straßen,
die meinen Namen nicht kennen.
Zwischen Backstein und nassem Asphalt trägt jeder seinen eigenen Winter.
Eine alte Frau schiebt ihr Leben
auf vier kleinen Rädern vor sich her.
Niemand hält sie auf.
Niemand hält sie fest.
Ampeln wechseln.
Menschen auch.
Rücken, die sich voneinander entfernen, Schritte, die sich nicht mehr kreuzen. Gesichter, die im Gegenlicht verschwinden.
Harburg ist kein Ort.
Harburg ist ein Zustand.
Hier wartet man.
Auf Grün.
Auf Wärme.
Auf jemanden, der bleibt.
Busstationen voller Schatten.
Fenster voller Spiegelbilder.
Häuser, die in den Himmel wachsen,
als wollten sie fliehen.
Und irgendwo dazwischen
stehe ich dann.


Mit der Kamera wie ein Beweisstück in der Hand.
Nicht gegen die Einsamkeit.
Sondern für ihre Ehrlichkeit.
Das ist nicht traurig.
Das ist echt.
Streets of Harburg.
Kein Applaus.
Nur Atem im kalten Licht.















